Blogreihe

Elektronische
Patientenakte (ePA) - Teil 2

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Warum die Einführung der ePA Vorteile für alle Akteure im
Gesundheitswesen bringt.

Im zweiten Beitrag unserer Blogreihe zur elektronischen Patientenakte (ePA) beschäftigen wir uns mit den Vorteilen, welche die ePA im Gesundheitswesen und für Sie ganz persönlich bringt.

Die Elektronische Patientenakte oder ePA ist der Schlüssel zu einer modernen, effizienten und besseren Gesundheitsversorgung. Sie speichert alle wichtigen medizinischen Informationen an einem zentralen Ort und sorgt dafür, dass Sie, Ihre Ärzt:innen und andere Gesundheitsdienstleister:innen jederzeit darauf zugreifen können, natürlich nur mit Ihrer Erlaubnis. Im Digital Nativen Estland wird die ePA bereits erfolgreich genutzt, dort profitieren Patient:innen von kürzeren Wartezeiten, besseren Diagnosen und sichereren Behandlungen. Warum also sollte Deutschland diesen Schritt nicht auch gehen?

Wie oft passiert es, dass Sie einen Arztbrief verlegt haben oder sich nicht mehr genau an eine frühere Diagnose erinnern können? Mit der ePA gehören solche Probleme der Vergangenheit an. Alle ihre medizinischen Daten, von Impfungen über Röntgenbilder bis hin zu Medikamentenplänen, sind an einem sicheren digitalen Ort gespeichert und jederzeit abrufbar. Das bedeutet, dass Sie nie wieder mühsam alte Unterlagen zusammensuchen oder sich Behandlungen doppelt erklären lassen müssen.

Sie haben vor Jahren eine MRT-Untersuchung wegen Rückenschmerzen gemacht und gehen nun zu einem:einer neuen Orthopäd:in. Ohne ePA müssten Sie hoffen, dass Sie den Bericht noch irgendwo hoder ihr vorheriger Arzt, ihre vorherige Ärztin die Daten schnell weiterleitet. Mit der ePA kann der:die neue Arzt:in, mit deiner Zustimmung, sofort auf die alten Befunde zugreifen und direkt mit der richtigen Behandlung starten.

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Notfallversorgung

Ein weiteres großes Problem ohne ePA ist die Notfallversorgung. Wenn Sie in einen Unfall verwickelt oder bewusstlos ins Krankenhaus eingeliefert werden, können Ärzt:innen oft nur raten, ob Sie Allergien haben, welche Medikamente sie einnehmen oder ob Sie Vorerkrankungen haben. Das kann zu gefährlichen Verzögerungen oder sogar Fehlbehandlungen führen.

Mit der ePA können Notfallärzt:innen sofort sehen, ob Sie blutverdünnende Medikamente einnehmen, eine chronische Krankheit haben oder bestimmte Medikamente nicht vertragen. Das kann im Ernstfall ihr Leben retten!

    Arztwechsel und Überweisung

    Auch bei einem Arztwechsel oder einer Überweisung kann die ePA großen Nutzen bringen. Normalerweise müssen bei einem Wechsel dieselben Untersuchungen noch einmal gemacht werden, weil alte Befunde nicht vorliegen oder nicht rechtzeitig übermittelt werden. Das kostet nicht nur Zeit, sondern kann auch belastend sein – sei es durch erneute Blutabnahmen, Röntgenuntersuchungen oder andere Tests.

    Mit der ePA haben Sie Ihre Befunde immer dabei, egal zu welchem, zu welcher Arzt:in Sie gehen. Ihr neuer Arzt, Ihre neue Ärztin kann sich sofort ein Bild machen und ihnen eine gezielte Behandlung empfehlen, ohne dass Sie alles noch einmal durchmachen müssen.
    Sie leiden unter Magenbeschwerden und haben bereits eine Magenspiegelung hinter sich? Nun Wechseln Sie den:die Arzt:in, aber Dein:e neue:r Gastroenterolog:in kann auf die Ergebnisse nicht zugreifen. Ohne ePA würde er:sie vermutlich eine erneute Magenspiegelung vorschlagen, mit ePA sieht er:sie das Ergebnis sofort und kann direkt mit einer Behandlung starten.

      Chronische Krankheiten

      Wenn Sie an einer chronischen Krankheit wie Diabetes, Bluthochdruck oder Rheuma Leiden, Wissen Sie, wie wichtig eine kontinuierliche medizinische Betreuung ist. Mit der ePA Können Sie alle ihre Werte, Arztberichte und Medikationspläne digital verwalten und jederzeit mit Ihren behandelnden Ärzt:innen teilen. Das hilft dabei, Ihre Krankheit besser unter Kontrolle zu halten und mögliche Probleme frühzeitig zu erkennen.
      Sie haben Diabetes und machen regelmäßig Blutzuckermessungen. Ihr:e Hausarzt:in kann in der ePA Ihre Werte der letzten Monate sehen und schnell erkennen, ob Anpassungen an Ihrer Therapie nötig sind. Das spart Ihnen unnötige Arztbesuche und sorgt für eine bessere Kontrolle Ihrer Gesundheit.

        Einfache Verwaltung der eignen Gesundheitsdaten

        Mit der ePA haben Sie jederzeit Zugriff auf Ihre Gesundheitsdaten und können diese selbst verwalten. Sie sehen genau, welche Diagnosen gestellt wurden, welche Medikamente Sie bekommen haben und können besser nachvollziehen, warum bestimmte Behandlungen durchgeführt wurden. Das gibt Ihnen nicht nur mehr Sicherheit, sondern hilft Ihnen auch, selbst informierte Entscheidungen über Ihre Gesundheit zu treffen.
        Sie gehen ins Ausland und brauchen einen Überblick über Ihre letzten Impfungen. Statt mühsam alte Impfausweise zu durchsuchen, können Sie einfach in Ihrer ePA nachsehen.

        Viele Menschen haben Bedenken, wenn es um digitale Gesundheitsdaten geht. Doch eines ist klar: Die ePA gehört Ihnen! Sie entscheiden, wer darauf zugreifen darf und welche Daten geteilt werden. Kein Arzt, keine Ärztin kann ohne Ihre Erlaubnis Ihre Akte einsehen, und Sie können jederzeit den Zugriff auf bestimmte Informationen verweigern oder gewähren.

          Fazit

          Die Einführung der ePA ist der nächste Schritt, um das Gesundheitssystem Digital zu machen, sie macht es effizienter, reduziert unnötige Behandlungen und verbessert die medizinische Versorgung. Länder wie Estland oder Schweden haben gezeigt, dass eine digitale Patientenakte für alle Beteiligten enorme Vorteile bringt. Dort können Patient:innen selbstständig ihre Daten verwalten, Ärzt:innen haben schnellen Zugriff auf wichtige Informationen, und Notfälle können besser behandelt werden.

          In Deutschland kann und wird die ePA dieselben Vorteile bringen können. Sie ist ein großer Schritt in die Zukunft und sollte von möglichst vielen Menschen genutzt werden, um die eigene Gesundheitsversorgung zu verbessern.

           

          Mehr über die ePA erfahren Sie in Teil 3 unserer Blogreihe, der am 27. Mai erscheint.

          Hier geht´s zu Teil 3

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