Kommunikation im Medizinwesen (KIM) – der digitale Tresor für Gesundheitsdaten

Ob Praxis, Betrieb, Pflegedienst oder Therapieeinrichtung – überall entstehen Dokumente, die sicher und zuverlässig weitergegeben werden müssen. Damit diese Informationen geschützt und ohne Umwege ankommen, gibt es KIM: das Kommunikationssystem im Medizinwesen. Wer KIM nutzt, verschickt Nachrichten so, als würden sie in einer verschlossenen Sicherheitskapsel transportiert, die nur mit dem richtigen Schlüssel geöffnet werden kann.

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Was ist KIM?

KIM ist der sichere E-Mail-Dienst in der Telematikinfrastruktur (TI). Jede Nachricht wird verschlüsselt übertragen. Absender:in und Empfänger:in sind eindeutig geprüft – dadurch ist klar, wer etwas verschickt und wer es empfängt.

KIM vereinfacht die Medikamentenbestellung deutlich. E-Rezepte können direkt bei behandelnden Arztpraxen angefordert werden. Diese erstellen das Rezept digital und senden es zurück. Im Anschluss kann es einer Apotheke zugewiesen werden, die das Medikament ausliefern kann.

Im zentralen Adressbuch der TI sind alle teilnehmenden Einrichtungen eingetragen – das macht den Austausch nicht nur sicher, sondern auch einfach und verlässlich.

Für die Nutzung von KIM ist eine digitale Einrichtungskarte (SMC-B-Karte) notwendig – sie weist die Einrichtung eindeutig in der TI aus. Persönliche Dokumente, wie ein elektronischer Arztbrief oder eine elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung, können zusätzlich mit einer persönlichen Signaturkarte (Heilberufsausweis) unterschrieben werden.

Vorteile von KIM

  • Schnelligkeit: Dokumente kommen in Sekunden an – statt in Tagen per Post oder Fax.
  • Sicherheit: Informationen bleiben verschlüsselt und geschützt wie in einem Tresor.
  • Rechtssicherheit: Geprüfte Identitäten zeigen eindeutig, wer Nachrichten verschickt und empfängt.
  • Fälschungsschutz: Dokumente können nicht nachträglich verändert werden.
  • Einheitlichkeit: Alle Einrichtungen nutzen denselben Standard für sichere Kommunikation.

Ob Überweisungen, Gutachten, Befunde, Abrechnungsunterlagen oder Verträge – KIM sorgt dafür, dass Daten zuverlässig dort ankommen, wo sie gebraucht werden. So werden Abläufe in Praxen, Betrieben und Einrichtungen spürbar einfacher.

KIM gibt dem Informationsfluss des Gesundheitswesens einen sicheren Puls – damit das Wichtigste nicht verloren geht: das Vertrauen.

Andre Lyhs, Fachexperte Digitalisierung

Blick nach vorn

KIM ist ein Baustein für die Zukunft des digitalen Gesundheitswesens. Schritt für Schritt kommen weitere Anwendungen hinzu – mit dem Ziel, noch mehr Prozesse zu vereinfachen, Medienbrüche zu vermeiden und Zeit für das Wesentliche zu schaffen: die Arbeit mit den Patient:innen.

Neben KIM wird in der Telematikinfrastruktur auch der TI-Messenger aufgebaut – er ergänzt die sichere Kommunikation, indem er den schnellen, chatbasierten Austausch zwischen Gesundheitsfachberufen ermöglicht. Zusammen sorgen KIM und der TI-Messenger dafür, dass sensible Informationen sowohl per E-Mail als auch in Echtzeit sicher fließen können.

Ihr Zugang zu KIM: So beantragen Sie die Karten

Damit Sie KIM nutzen können, benötigen Sie zwei Karten. In unserem Leitfaden erfahren Sie Schritt für Schritt, wie Sie sie für Ihre Praxis, Ihren Pflegedienst oder Ihren Betrieb beantragen!

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