Menschen
hinter den Lösungen

Die Expertin hinter starken Verbindungen

Wer über Jahrzehnte hinweg eng mit Heilmittelpraxen zusammenarbeitet, kennt die Branche nicht nur aus Büchern oder Statistiken, sondern aus unzähligen Gesprächen, Begegnungen und Erfahrungen. Seit über 28 Jahren setzt sich Julia Pichura für die Anliegen von Heilmittelpraxen ein und ist heute die zentrale Ansprechpartnerin für Berufsverbände im Heilmittelbereich bei der opta data Gruppe. Wir haben mit ihr darüber gesprochen, was sie antreibt, welche Veränderungen sie erlebt hat und warum der Mensch für sie immer im Mittelpunkt steht.

  • Veröffentlicht:
  • Zuletzt aktualisiert:
  • Heilmittel
  • 3 Min. Lesezeit

Wie sind Sie ursprünglich in die Heilmittelbranche gekommen? 
Tatsächlich eher durch einen Zufall, der sich im Nachhinein als großer Glücksfall herausgestellt hat. Vor über 28 Jahren begann ich meine Tätigkeit mit einer kaufmännischen Ausbildung beim Bundesverband selbstständiger Physiotherapeuten – IFK e. V. in Bochum. Schnell habe ich gemerkt, wie vielfältig und spannend die Heilmittelbranche ist. 

Mich hat von Anfang an begeistert, dass hier Menschen arbeiten, die täglich einen direkten Beitrag zur Gesundheit und Lebensqualität ihrer Patientinnen und Patienten leisten. 

Im Laufe der Jahre durfte ich viele unterschiedliche Perspektiven kennenlernen – von der Berufspolitik über die Praxisberatung bis hin zu aktuellen Themen wie Digitalisierung und Telematikinfrastruktur. Diese Vielfalt macht die Branche für mich bis heute besonders. 

Was hat sich in den letzten 28 Jahren am stärksten verändert? 
Die Geschwindigkeit der Veränderungen. 

Als ich angefangen habe, waren viele Prozesse noch papierbasiert, persönliche Gespräche fanden überwiegend vor Ort statt und Digitalisierung spielte kaum eine Rolle.

Heute beschäftigen Praxen Themen wie Telematikinfrastruktur, digitale Verordnungen, Fachkräftemangel, neue Versorgungsformen und wirtschaftliche Herausforderungen. Gleichzeitig sind die Anforderungen an Praxisinhaber deutlich gestiegen. 

Was sich allerdings nicht verändert hat, ist die Leidenschaft vieler Therapeutinnen und Therapeuten für ihren Beruf. Dieses Engagement beeindruckt mich bis heute. 

Welche Eigenschaft hilft Ihnen in Ihrer täglichen Arbeit besonders? 
Ganz klar: Zuhören. 

In meiner Arbeit geht es selten darum, sofort Antworten zu liefern. Oft geht es zunächst darum, die tatsächlichen Herausforderungen und Bedürfnisse der Menschen zu verstehen. Ich versuche, unterschiedliche Perspektiven zusammenzubringen, Zusammenhänge zu erkennen und daraus Lösungen abzuleiten. 

Dabei helfen mir sicherlich meine langjährige Erfahrung und mein großes Netzwerk innerhalb der Heilmittelbranche. Und last but not least bin ich - zum Leidwesen meiner Kinder - ein leidenschaftlicher „Erklär-Bär“. Ich liebe es, Praxisinhabern auch komplexe Sachverhalte verständlich und praxisnah zu vermitteln.

Was bedeutet es, Hauptansprechpartnerin für Berufsverbände im Heilmittelbereich zu sein? 
Für mich bedeutet das vor allem Verantwortung und Vertrauen. 

Die Berufsverbände vertreten tausende Therapeutinnen und Therapeuten und sind wichtige Partner für die Weiterentwicklung der Branche. Meine Aufgabe sehe ich darin, zuzuhören, Impulse aufzunehmen, Interessen zusammenzuführen und eine verlässliche Brücke zwischen den Verbänden und der opta data Gruppe zu schlagen. 

Besonders wichtig sind mir dabei der offene und ehrliche Austausch auf Augenhöhe sowie das gegenseitige Vertrauen, das über die gemeinsame Zeit gewachsen ist.

Was macht die Zusammenarbeit mit den Berufsverbänden spannend? 
Jeder Verband hat eigene Schwerpunkte, Herausforderungen und Perspektiven. Dadurch entstehen immer wieder neue Impulse und spannende Diskussionen. 

Mich begeistert besonders, gemeinsam Ideen zu entwickeln und Lösungen zu finden, die den Praxisalltag tatsächlich erleichtern können. Gleichzeitig bekomme ich durch die enge Zusammenarbeit einen sehr direkten Einblick in die Themen, die Heilmittelerbringer aktuell bewegen. 

Gerade durch gemeinsame Veranstaltungen online oder vor Ort bleibe ich nah an den Praxisinhabern und ihren Teams. Diese Nähe zur Praxis macht meine Arbeit für mich besonders wertvoll. 

Was wünschen Sie sich für die Zukunft der Heilmittelbranche? 
Ich wünsche mir vor allem die Anerkennung, die Therapeutinnen und Therapeuten für ihre wichtige Arbeit verdienen. 

Darüber hinaus hoffe ich auf weniger Bürokratie, mehr digitale Unterstützung dort, wo sie wirklich entlastet, und bessere Rahmenbedingungen für die Praxen. 

Die Heilmittelbranche leistet einen enorm wichtigen Beitrag zur Gesundheitsversorgung. Damit das auch in Zukunft so bleibt, müssen die Berufe attraktiv bleiben und Praxen wirtschaftlich erfolgreich arbeiten können. 

Und wenn ich tatsächlich einen Wunsch für meine Heimis bei einer guten Fee frei hätte: Dann würde ich mir für die Heilmittelbranche wünschen, dass jede Heilmittelpraxis die therapeutischen Fachkräfte findet, die sie benötigt. Das würde nicht nur die Praxen entlasten, sondern auch die Wartelisten verkürzen und Patientinnen und Patienten schneller Zugang zu dringend benötigten Therapien ermöglichen. 

Welche Eigenschaften schätzen andere besonders an Ihnen? 
Das müssten eigentlich andere beantworten. 

Wenn ich auf das Feedback schaue, das ich im Laufe der Jahre erhalten habe, werden häufig meine Verlässlichkeit, meine Verbindlichkeit, meine Loyalität und meine Fähigkeit genannt, Menschen miteinander zu vernetzen.

Viele schätzen außerdem, dass ich komplexe Themen verständlich erklären kann und auch bei unterschiedlichen Interessen immer versuche, gemeinsame Lösungen zu finden. Genau das macht für mich gute Zusammenarbeit aus.

 

Sie können sich für mehr Branchen-Insights gerne mit Julia Pichura vernetzen.

Diesen Beitrag teilen: