Seit wann sind Sie Teil unseres Unternehmens und was genau ist Ihre Rolle?
Ich bin seit August 2004 im Unternehmen und bin aktuell die Abteilungsleitung für Sales & Service im Geschäftsbereich Hilfsmittel. Ich habe aktuell fünf tolle Führungskräfte, denen ich blind vertraue.
Wie sind Sie in die Branche gekommen?
Ich habe in meiner Ausbildung beim Steuerberater Auszubildende von opta data kennengelernt. Dadurch hat sich nach meiner abgeschlossenen Ausbildung ein Vorstellungsgespräch ergeben und keine 24 Stunden später war ich Mitarbeiterin – damals noch bei der opta data Abrechnungs GmbH.
Was hat Sie ursprünglich an diesem Fachgebiet begeistert?
Als Quereinsteigerin war alles neu für mich. Ich war jung und wissbegierig – ich wollte erstmal alles verstehen. Durch die Vielfältigkeit der opta data habe ich auch die anderen Geschäftsbereiche kennenlernen dürfen, habe aber immer wieder festgestellt, dass mein Heimathafen der Hilfsmittelbereich ist. Es ist das Gesamtpaket – die Menschen, die Strukturen (ich liebe Struktur), die Themen.
Gab es einen Wendepunkt in Ihrer Karriere, der Sie besonders beeinflusst hat?
Wenn ich jemandem von meinem Werdegang erzähle, dann immer voll Dankbarkeit und Respekt meinen Führungskräften gegenüber. Ich sage auch immer, ich DURFTE diesen Weg gehen. Denn ich wurde auf meinem Weg stets begleitet und gefördert, aber natürlich auch gefordert. Rückblickend gab es einen Wendepunkt im Jahr 2018. Hier wurde mir angeboten, in das zentrale Kundenmanagement zu wechseln und dieses auf neue Beine zu stellen. Das war für mich sehr wertschätzend. Der Abschied aus dem vorherigen Bereich ist mir nicht leicht gefallen und an dem Punkt habe ich auch meine bisher einzige und langjährige Führungskraft „verlassen“ – aber daran bin ich auch gewachsen und habe weitere tolle Menschen im Unternehmen kennenlernen dürfen.
Welche Schwerpunkte setzen Sie in Ihrer aktuellen Position?
Ich bin die, die „versucht“ die Visionen in die Realität umzusetzen. In einem so großen Unternehmen wie opta data braucht man Struktur und Prozesse, sonst läuft es aus dem Ruder.
Woran arbeiten Sie aktuell besonders intensiv?
Aktuell arbeite ich besonders intensiv an der Weiterentwicklung von Sales & Service im Hilfsmittelbereich. Dabei geht es vor allem darum, Strukturen und Prozesse so aufzustellen, dass sie sowohl den Kundenbedürfnissen als auch den Anforderungen eines großen Unternehmens gerecht werden. Ein weiterer Schwerpunkt ist für mich, Themen wie Digitalisierung, Automatisierung und neue Lösungsansätze sinnvoll in die Praxis zu übersetzen – also nicht nur darüber zu sprechen, sondern sie im Alltag wirklich nutzbar zu machen.
Was unterscheidet die Herangehensweise der opta data aus Ihrer Sicht vom Wettbewerb?
Wir sind weitsichtig! Wir haben eine unschlagbare Unternehmensgruppen-Power! Bei uns sind Kund:innen keine Nummern – wir legen viel Wert auf Kundenbeziehungen. Natürlich müssen wir uns in der heutigen Zeit mit KI beschäftigen oder auch mit automatisierten Prozessen, aber wir versuchen uns immer in die Lage der Kund:innen zu versetzen und handeln demnach.
Wir sind nicht immer die Ersten mit Neuerungen auf dem Markt, aber bei uns ist alles durchdacht, da wir Wert auf Nachhaltigkeit legen. Wir suchen auch nicht die Schwächen des Wettbewerbs und gehen mit Werbeparolen raus, sondern wir besinnen uns auf unsere Stärken. Des Weiteren haben Großkundenprojekte bei uns hohe Priorität.
Welche Entwicklungen prägen die Branche derzeit besonders stark?
Die Branche wird aktuell vor allem von drei Themen stark geprägt: der Digitalisierung, den regulatorischen Anforderungen und dem steigenden Bedarf an effizienten Prozessen. Hinzu kommen Fachkräftemangel, Kostendruck und die Frage, wie Versorgung auch in Zukunft verlässlich und wirtschaftlich sichergestellt werden kann. Gleichzeitig wird immer wichtiger, Lösungen nicht nur technisch zu denken, sondern so, dass sie für die Menschen im Alltag wirklich funktionieren.
Welche Fähigkeiten werden in Zukunft besonders wichtig sein?
Ich glaube, dass vor allem Veränderungsbereitschaft, Vernetzungsdenken und ein gutes Verständnis für Prozesse immer wichtiger werden. Dazu kommt die Fähigkeit, technologische Entwicklungen, wie KI oder digitale Schnittstellen, richtig einzuordnen und sinnvoll einzusetzen. Gleichzeitig werden aber auch klassische Stärken noch wichtiger: Zuhören, Zusammenhänge verstehen, klar kommunizieren und trotz zunehmender Komplexität handlungsfähig bleiben.
Wie bleiben Sie fachlich auf dem neuesten Stand?
Auch wenn es im Alltag nicht immer leicht ist, versuche ich, fachlich immer dran zu bleiben. Ich lese regelmäßig Newsletter und Brancheninformationen, zum Beispiel aus dem Gesundheitswesen und rund um aktuelle Markt- und Digitalisierungsthemen. Gleichzeitig ist für mich aber auch der persönliche Austausch wichtig – mit Kolleginnen und Kollegen, mit Kundinnen und Kunden und über die Themen, die uns im Tagesgeschäft konkret begegnen. Oft lernt man gerade dort am meisten.
Was treibt Sie an, auch komplexe Herausforderungen anzugehen?
Ich liebe es, gute Ergebnisse zu erzielen und zu sehen, was man geschafft hat. Mein Kopf muss arbeiten, sonst fühle ich mich unterfordert – leider führt das manchmal auch dazu, dass der Kopf auch nachts nicht aufhören möchte zu arbeiten.
Gibt es ein Buch, einen Podcast oder eine Person, die Sie besonders inspiriert?
Das Buch „Besser als perfekt: Ade' Perfektionismus“ von Verena Tschudi und dazu ihr Podcast LEVEL ME UP. Es holt mich immer wieder zurück, wenn ich wieder völlig überdrehe. Und es hält mir den Spiegel vor – das brauche ich manchmal. Ansonsten höre ich gerne eine wilde Mischung aus „TrueCrime“, „18 Millionen – der Podcast für Politik in NRW“, „ungeskriptet“ und vieles mehr.
Wie schaffen Sie einen Ausgleich zum Berufsalltag?
Ich habe vor einiger Zeit mit Krafttraining angefangen, was sich nicht nur positiv auf den Körper auswirkt sondern auch auf einen freien Kopf. Noch mehr freut es mich aber, dass mein Mann hartnäckig geblieben ist und mir das Rennradfahren schmackhaft gemacht hat. Nach 40 km kommt der Kopf definitiv auf andere Gedanken.
Wo sehen Sie die Branche in fünf Jahren?
Ich glaube, dass die Branche in fünf Jahren deutlich digitaler, vernetzter und datenbasierter arbeiten wird als heute. Gleichzeitig wird der persönliche Blick auf Kund:innen ein entscheidender Erfolgsfaktor bleiben. Wer es schafft, technologische Möglichkeiten mit echter Branchenkenntnis und guter Beratung zu verbinden, wird sich klar abheben. Ich denke außerdem, dass Kooperationen, integrierte Lösungen und ein noch engeres Zusammenspiel zwischen Versorgung, Software und Abrechnung weiter an Bedeutung gewinnen werden.
Welche Rolle möchten Sie persönlich in dieser Entwicklung spielen?
Ich möchte diese Entwicklung aktiv mitgestalten – nicht nur strategisch, sondern ganz konkret in der Umsetzung. Mir ist wichtig, Zukunftsthemen greifbar zu machen, Strukturen weiterzuentwickeln und mein Team sowie unsere Kund:innen sicher durch Veränderungen zu begleiten. Ich sehe meine Rolle darin, Chancen frühzeitig zu erkennen, Orientierung zu geben und gemeinsam Lösungen zu schaffen, die nicht nur auf dem Papier gut klingen, sondern im Alltag wirklich funktionieren.