TI-Pflicht für die Pflege seit dem 1.7.2025

Gesetzliche TI-Anschlussfrist für Pflegebetriebe

Seit dem 1. Juli 2025 müssen alle Pflegeeinrichtungen in Deutschland an die Telematikinfrastruktur (TI) angeschlossen sein. Die TI ermöglicht den sicheren digitalen Austausch von Gesundheitsdaten zwischen Pflegeeinrichtungen, Ärzt:innen, Apotheken und weiteren Partnern im Gesundheitswesen. Ziel ist es, Abläufe zu vereinfachen, Bürokratie zu verringern und die Versorgung von Patient:innen zu verbessern.

Aktuell ist jedoch erst etwa die Hälfte der rund 32.000 Einrichtungen angeschlossen. Ein Grund dafür ist der hohe organisatorische Aufwand bei der Beantragung der notwendigen Zugangskarten (z. B. elektronischer Heilberufsausweis oder SMC-B-Karte).

Auch wenn derzeit keine Sanktionen vorgesehen sind, drohen Einrichtungen ohne TI-Anschluss Nachteile: Sie können weder die TI-Pauschale abrufen noch die Vorteile der digitalen Anwendungen nutzen. Zukünftig werden zudem Pflichtanwendungen wie die elektronische Abrechnung eingeführt – wer die Anbindung verpasst, riskiert Rückstände im administrativen Bereich und Probleme bei der Abrechnung.

Der TI-Anschluss ist refinanzierbar - Das bekommen Sie erstattet:

  • Die Kostenerstattung ist gesetzlich geregelt und liegt derzeit bei 207,93 Euro monatlich.
  • Zusätzlich werden für jeden elektronischen Heilberufsausweis (eHBA)  7,77 Euro erstattet.
  • Die Ursprungsbeträge wurden bereits vor einigen Jahren festgelegt und ändern sich jedes Jahr nach einem Punktesystem.

 

Vorteile des TI-Anschlusses für die Pflegebranche

  • Sofortiger Zugriff: Relevante Patientendaten, wie Medikationspläne und Arztbriefe, sind digital und jederzeit abrufbar.
  • Bessere Vernetzung: Der Austausch mit Ärzt:innen und anderen Leistungserbringer:innen wird erleichtert, was zu einer besseren Koordination und Behandlung führt.
  • Sicherer Datenaustausch: Über den TI-Messenger und KIM können Informationen verschlüsselt und datenschutzkonform ausgetauscht werden.
  • Weniger Papierkram: Digitale Prozesse wie die elektronische Patientenakte und die elektronische Verordnung (eVO) reduzieren den Papierbedarf und den damit verbundenen Aufwand.
  • Vereinfachte Prozesse: Die Abstimmung rund um Verordnungen und Rezepte, die bisher oft per Post erfolgten, wird durch die TI vereinfacht und beschleunigt.
  • Entlastung des Personals: Durch die Digitalisierung können Arbeitsabläufe optimiert und mehr Zeit für die direkte Pflege am Menschen gewonnen werden.
  • Höhere Transparenz: Die elektronische Patientenakte (ePA) sorgt für mehr Transparenz und vermeidet Informationsverluste.
  • Rechtssicherheit: Die konforme Kommunikation über die TI schützt vor Datenschutz-Verstößen und möglichen Bußgeldern.
  • Notfallmanagement: Im Notfall kann auf relevante Notfalldaten über die elektronische Gesundheitskarte zugegriffen werden, ohne Internetverbindung. 

opta data als starker Partner im Gesundheitswesen

Als langjähriger Partner für Leistungserbringer:innen im Gesundheitswesen und Pionier im Bereich Telematikinfrastruktur verfügen wir von
opta data über einen enormen Erfahrungsschatz und ein tiefgreifendes, technisches Expertenwissen im TI-Umfeld. Unsere bewährten technische Lösungen bieten Ihnen die Sicherheit, um im komplexen Umfeld der TI erfolgreich zu sein.

Dabei begleiten wir Sie fachmännisch von Beginn an: Neben der Hardware, Installation und Anbindung an die TI bedeutet das für uns auch, Sie Schritt für Schritt durch den Dschungel der Kartenbeantragung und -freischaltung zu führen. Denn gerade die verspätete Beantragung der Authentifizierungskarten kann zu Verzögerungen in der Auslieferung von wichtigen Geräten oder zu längeren Wartezeiten führen. ​

 

Der Weg in die digitale Zukunft: Planung und Umsetzung

Um die Herausforderungen der TI-Anbindung erfolgreich meistern zu können, empfiehlt sich:

  • Frühzeitige Information: Setzen Sie sich jetzt mit den zuständigen Behörden, IT-Dienstleistern und anderen TI-Expert:innen in Verbindung. 
  • Schnelle Planung: Beauftragen Sie erfahrene TI-Expert:innen mit der Sicherstellung einer reibungslosen Implementierung. 
  • Qualifizierung der Mitarbeiter:innen: Mitarbeiter:innen sollten sich mit der TI vertraut machen und wissen, wie sie diese nutzen können. 
  • Langfristige Strategie: Erstellen Sie eine umfassende Konzeption, wie die TI-Einbindung mit den aktuellen Prozessen und Strukturen Ihrer Praxis vereinbart werden kann. 

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