So funktioniert die TI

Technische Komponenten

Um auf Daten in der Telematikinfrastruktur zugreifen zu können, sind technische Komponenten notwendig. Dazu gehören insbesondere das eHealth-Kartenterminal und ein Konnektor.

Icon Hand mit Zahnrad
eHealth-Kartenterminal mit zwei Karten

eHealth-Kartenterminal

Das eHealth-Kartenterminal ist eines der TI-Geräte, die vor Ort installiert und aufgestellt werden. Über das Terminal werden verschiedene TI-Karten eingelesen, damit sichergestellt wird, dass nur berechtigte Personen und Institutionen Zugriff auf sensible Gesundheitsdaten bekommen. Das eHealth-Kartenterminal verfügt über ein Display, ein Nummernpad zur Eingabe von PINS sowie über mindestens einen ID-1-Kartenslot sowie mindestens zwei ID-000 Kartenslots. Je nach Produktvariante können eine oder mehrere SMC-Bs verwendet werden.

Zentrale Funktionen des eHealth-Kartenterminals:

  • Authentifikation der Praxis/Institution
  • Authentifikation der individuellen Mitarbeiter:innen
  • Auslesen der elektronischen Gesundheitskarte (eGK)

 

Konnektor

Mit dem Konnektor wird eine sichere Verbindung zwischen dem eigenen System (z. B. Praxisverwaltungssystem, Branchensoftware) und der Telematikinfrastruktur hergestellt.

Der Konnektor ist neben dem eHealth-Kartenterminal eines der zentralen Geräte, das vor Ort (z. B. in der Physiotherapiepraxis) aufgestellt und angeschlossen werden kann. Im Gegensatz zum Kartenterminal gibt es hier jedoch auch die Option, den Konnektor in einem zentralen Rechenzentrum verwalten zu lassen und nur virtuell darauf zuzugreifen.

Der Konnektor koordiniert und verschlüsselt die gesamte Kommunikation zwischen dem eigenen System, der elektronischen Gesundheitskarte (eGK), den Identifikationskarten (eHBA und SMC-B) sowie der eigentlichen Telematikinfrastruktur. Damit die sensiblen Daten im Gesundheitswesen auch wirklich sicher sind, läuft diese Verbindung über ein virtuelles privates Netzwerk (kurz: VPN).

Zum Konnektor gehört zusätzlich die Security Module Card Typ Konnektor (gSMC-K). Sie ist eine Smartcard im SIM-Kartenformat, die als Sicherheitsmodul kryptographische Funktionen im Konnektor übernimmt. Im Gegensatz zu den anderen Smartcards ist sie (nicht sichtbar) im Konnektor der Hersteller verbaut und muss nicht zusätzlich erworben und eingesetzt werden.

Neben der Prüfung und Zertifizierung durch die gematik müssen alle Konnektoren vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zertifiziert werden. Aus Sicherheitsgründen sind die Konnektoren nur für fünf Jahre zugelassen. Die ersten Konnektoren, die derzeit im Gebrauch sind, laufen also schon zeitnah ab und müssen ausgetauscht werden. Wie lange einzelne Konnektoren zugelassen sind, ist auf der Konnektoren-Übersichtsseite der gematik zu finden.

Zentrale Funktionen des Konnektors:

Entwicklung der TI Anschlussarten

Sie wollen sich an die Telematikinfrastruktur anschließen, sind aber unsicher, welche Anschlussmöglichkeiten es gibt? Entdecken Sie die verschiedenen Entwicklungsstufen mit ihren Spezifikationen im Überblick.

Icon Server

TI on Premise

TI on Premise beschreibt die Anbindung an die TI direkt vor Ort. Dies wurde vor allem in der ersten Stufe in Krankenhäusern und Apotheken umgesetzt, um diese an die Telematikinfrastruktur anzubinden. Weitere Hardware, wie das Kartenterminal, sowie die notwendige Software werden ebenfalls vor Ort, also „on premise“ installiert.

Icon Weltkugel

TI as a Service

Mittlerweile wird vorwiegend TI as a Service für Leistungserbringer:innen im Gesundheitsbereich angeboten. Hierbei wird der Konnektor nicht vor Ort angebunden, sondern in einem sicheren Rechenzentrum des TI-Anbieters. Gerade für kleinere Praxen, die nicht über ein eigenes Rechenzentrum verfügen, ist dies eine gute Lösung, um an die TI angebunden zu werden. In der Praxis ist lediglich ein Kartenterminal notwendig, sowie die passende Software. Ein weiterer Vorteil: Die Server werden beim Anbieter überwacht und gewartet, sodass Ausfälle und Updates schnell abgewickelt werden können.

Icon Smartphone

Mobile TI

Mit mobile TI ist die Nutzung der Telematikinfrastruktur über mobile Endgeräte, also Smartphones und Tablets, gemeint. Diese Anschlussart ist bisher noch nicht flächendeckend verfügbar, sondern wird von der opta data in einem Pilotprojekt mit Hebammen getestet. Vor allem für ambulant tätige Leistungserbringer:innen soll dies den TI-Anschluss ermöglichen, ohne Zugang zu technischer Infrastruktur zu benötigen.

Monitor, darauf zu sehen Kabel

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